
Lesung aus dem Brief des hl. Apostel Paulus an die Philipper 4, 4-9:
Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.
Schließlich, Brüder: Was immer wahrhaft, edel, recht, was lauter, liebenswert, ansprechend ist, was Tugend heißt und lobenswert ist, darauf seid bedacht! Was ihr gelernt und angenommen, gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.
Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Johannes 12, 1-18:
Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den er von den Toten auferweckt hatte. Dort bereiteten sie ihm ein Mahl; Marta bediente und Lazarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren.
Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt.
Doch einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, sagte: Warum hat man dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Erlös den Armen gegeben?
Das sagte er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen gehabt hätte, sondern weil er ein Dieb war; er hatte nämlich die Kasse und veruntreute die Einkünfte.
Jesus erwiderte: Lass sie, damit sie es für den Tag meines Begräbnisses tue. Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch.
Viele Juden hatten erfahren, dass Jesus dort war, und sie kamen, jedoch nicht nur um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte. Die Hohenpriester aber beschlossen, auch Lazarus zu töten, weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten.
Am Tag darauf hörte die Volksmenge, die sich zum Fest eingefunden hatte, Jesus komme nach Jerusalem. Da nahmen sie Palmzweige, zogen hinaus, um ihn zu empfangen und riefen: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels!
Jesus fand einen jungen Esel und setzte sich darauf - wie es in der Schrift heißt: Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt; er sitzt auf dem Fohlen einer Eselin.
Das alles verstanden seine Jünger zunächst nicht; als Jesus aber verherrlicht war, da wurde ihnen bewusst, dass es so über ihn in der Schrift stand und dass man so an ihm gehandelt hatte. Die Leute, die bei Jesus gewesen waren, als er Lazarus aus dem Grab rief und von den Toten auferweckte, legten Zeugnis für ihn ab. Deshalb war die Menge ihm entgegengezogen: weil sie gehört hatte, er habe dieses Zeichen getan.

In der Kirche gedenken wir heute des feierlichen Einzugs unseres Herrn in Jerusalem.
Troparion, 1. Ton:
Vor Deinem Leiden die allgemeine Auferstehung zu verbürgen, * hast Lazarus Du von den Toten aufgerichtet, Christus, unser Gott, * und deshalb tragen auch wir * Siegeszeichen, so wie die Kinder * und rufen Dir, dem Todesüberwinder zu: * Hosanna in der Höhe, ** hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn.
Troparion, 4. Ton:
Mit Dir in der Taufe begraben, * Christus, o Gott, * wurden wir durch Deine Auferstehung * des unsterblichen Lebens gewürdigt; * und unter Lobgesängen rufen wir: * Hosanna in der Höhe. ** Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn.
Hypakoi, 6. Ton:
Die unverständigen Juden * besangen Christus zuerst in Hymnen * dann aber nahmen sie Ihn mit Knütteln gefangen. * Doch wir wollen Ihn, unwandelbar in Treue * allzeit ehren als unsern barmherzigen Herrn * und unaufhörlich zu Ihm rufen: * Hochgelobt seist Du, ** denn Adam zurückzurufen, bist du gekommen.
Kondakion, 6. Ton:
Der Du im Himmel auf dem Throne * auf Erden aber auf dem Eselsfüllen, * Platz genommen, Christus, unser Gott, * sowohl der Engel Preislied hast Du angenommen, * als auch den Lobgesang der Kinder, die da riefen: * Hochgelobt seist Du, der da gekommen, ** Adam zurück zu rufen.