Sechster Sonntag nach Pfingsten 2026

12 Juli 2026

Sechster Sonntag nach Pfingsten

Tageslesungen

Tageslesungen zum 6. Sonntag nach Pfingsten

Aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Römer 12, 6 – 14:

Wir haben unterschiedliche Gaben, je nach der uns verliehenen Gnade. Hat einer die Gabe prophetischer Rede, dann rede er in Übereinstimmung mit dem Glauben; hat einer die Gabe des Dienens, dann diene er. Wer zum Lehren berufen ist, der lehre; wer zum Trösten und Ermahnen berufen ist, der tröste und ermahne. Wer gibt, gebe ohne Hintergedanken; wer Vorsteher ist, setze sich eifrig ein; wer Barmherzigkeit übt, der tue es freudig.

Eure Liebe sei ohne Heuchelei. Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten! Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan, übertrefft euch in gegenseitiger Achtung! Lasst nicht nach in eurem Eifer, lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn! Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet! Helft den Heiligen, wenn sie in Not sind; gewährt jederzeit Gastfreundschaft! Segnet eure Verfolger; segnet sie, verflucht sie nicht!

Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 9, 1 – 8:

Jesus stieg in das Boot, fuhr über den See und kam in seine Stadt.

Da brachte man auf einer Tragbahre einen Gelähmten zu ihm. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Hab Vertrauen, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!

Da dachten einige Schriftgelehrte: Er lästert Gott.

Jesus wusste, was sie dachten, und sagte: Warum habt ihr so böse Gedanken im Herzen?

Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Darauf sagte er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Und der Mann stand auf und ging heim.

Als die Leute das sahen, erschraken sie und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.

Tageslesungen zum Apostelfest

Aus dem zweiten Brief des hl. Apostels Paulus an die Korinther 11, 21 - 12, 9:

Womit aber jemand prahlt - ich rede jetzt wie ein Narr -, damit kann auch ich prahlen.

Sie sind Hebräer - ich auch. Sie sind Israeliten - ich auch. Sie sind Nachkommen Abrahams - ich auch. Sie sind Diener Christi - jetzt rede ich ganz unvernünftig -, ich noch mehr: Ich ertrug mehr Mühsal, war häufiger im Gefängnis, wurde mehr geschlagen, war oft in Todesgefahr. Fünfmal erhielt ich von Juden die neununddreißig Hiebe; dreimal wurde ich ausgepeitscht, einmal gesteinigt, dreimal erlitt ich Schiffbruch, eine Nacht und einen Tag trieb ich auf hoher See. Ich war oft auf Reisen, gefährdet durch Flüsse, gefährdet durch Räuber, gefährdet durch das eigene Volk, gefährdet durch Heiden, gefährdet in der Stadt, gefährdet in der Wüste, gefährdet auf dem Meer, gefährdet durch falsche Brüder.

Ich erduldete Mühsal und Plage, durchwachte viele Nächte, ertrug Hunger und Durst, häufiges Fasten, Kälte und Blöße. Um von allem andern zu schweigen, weise ich noch auf den täglichen Andrang zu mir und die Sorge für alle Gemeinden hin.

Wer leidet unter seiner Schwachheit, ohne dass ich mit ihm leide? Wer kommt zu Fall, ohne dass ich von Sorge verzehrt werde? Wenn schon geprahlt sein muss, will ich mit meiner Schwachheit prahlen.

Gott, der Vater Jesu, des Herrn, er, der gepriesen ist in Ewigkeit, weiß, dass ich nicht lüge. In Damaskus ließ der Statthalter des Königs Aretas die Stadt der Damaszener bewachen, um mich festzunehmen. Aber durch ein Fenster wurde ich in einem Korb die Stadtmauer hinuntergelassen und so entkam ich ihm.

Ich muss mich ja rühmen; zwar nützt es nichts, trotzdem will ich jetzt von Erscheinungen und Offenbarungen sprechen, die mir der Herr geschenkt hat.

Ich kenne jemand, einen Diener Christi, der vor vierzehn Jahren bis in den dritten Himmel entrückt wurde; ich weiß allerdings nicht, ob es mit dem Leib oder ohne den Leib geschah, nur Gott weiß es. Und ich weiß, dass dieser Mensch in das Paradies entrückt wurde; ob es mit dem Leib oder ohne den Leib geschah, weiß ich nicht, nur Gott weiß es. Er hörte unsagbare Worte, die ein Mensch nicht aussprechen kann. Diesen Mann will ich rühmen; was mich selbst angeht, will ich mich nicht rühmen, höchstens meiner Schwachheit.

Wenn ich mich dennoch rühmen wollte, wäre ich zwar kein Narr, sondern würde die Wahrheit sagen. Aber ich verzichte darauf; denn jeder soll mich nur nach dem beurteilen, was er an mir sieht oder aus meinem Mund hört. Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe.

Dreimal habe ich den Herrn angefleht, dass dieser Bote Satans von mir ablasse. Er aber antwortete mir: Meine Gnade genügt dir; denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit. Viel lieber also will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt.

Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 16, 13 – 19:

Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?

Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?

Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!

Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.

6. Sonntag nach Pfingsten

Wir begehen den 6. Sonntag nach Pfingsten, 5. Ton.

Troparion:

Das mit dem Vater und dem Geist gleichanfanglose Wort,* ward von der Jungfrau gebor’n, uns zum Heile;* lasst uns Ihn singen, Gläubige und Es anbeten;* denn es gefiel Ihm, im Fleisch das Kreuz zu besteigen* und den Tod zu erleiden und aufzuerwecken die Toten* in Seiner glorreichen Auferstehung.

Ypakoi:

Die ob der Erscheinung des Engels in ihrem Geiste verwirrten und ob der göttlichen Auferstehung in ihrer Seele erleuchteten salbentragenden Frauen, brachten den Aposteln die frohe Kunde: Verkündet unter den Heiden die Auferstehung und der Herr wird euch durch Wunder begleiten, Er der da schenkt der Welt Sein großes Erbarmen.

Kondakion. Nach: Das mit dem Vater

Hinab zur Hölle bist, mein Erlöser, Du gestiegen* und nachdem in Deiner Allmacht ihre Pforten Du zerstört,* hast als Schöpfer Du die Toten mir dir auferweckt,* den Stachel des Todes zertrümmert,* und Adam ward, o Menschenfreund, vom Fluche befreit;* wir alle aber rufen dessentwegen:* Rette uns, o Herr.

Hll Apostel und Protokoryphäen Petrus und Paulus

Wir feiern heute das Hochfest der Hll., ruhmreichen und allverehrten Apostel und Protokoryphäen Petrus und Paulus.

Troparion, 4. Ton:

Ihr Fürsten der Apostel * und Lehrer der ganzen Welt: * Bittet den Gebieter des Alls, * Frieden dieser ganzen Welt zu schenken ** und unseren Seelen das große Erbarmen.

Hypakoi, 8. Ton:

Welch’ Gefängnis hatte dich nicht als Gefangenen? * Welche Kirche hat dich nicht als Prediger gehabt? * Damaskus sagt Großes von dir, o Paulus, * denn es kannte dich schon, als du vom Lichte getroffen wardst; * Rom hat dein Blut empfangen und rühmt sich seiner, * aber auch Tarsus ist voller Freude * und liebt dich, indem es deine Geburt verehrt, * Petrus, du Fels des Glaubens und Paulus du Lobpreis der ganzen Welt, ** eilet von Rom herbei und befestigt uns!

Kondakion, 2. Ton:

Die tapferen und gottkündenden Prediger * die Fürsten Deiner Apostel, * hast du, o Herr, zum Genusse Deiner Güter * und zur Ruhe bei Dir aufgenommen; * denn ihre Mühen und ihr Tod * nahmst Du lieber an als jedes andre Ganzopfer: ** Du der alleine die Herzen kennt.

Aufrufe: 5
Ratings: 0/5
Votes: 0
Mehr zum thema
Artikel zum Thema
Comment