
Aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Römer 15, 1–7:
Wir müssen als die Starken die Schwäche derer tragen, die schwach sind, und dürfen nicht für uns selbst leben. Jeder von uns soll Rücksicht auf den Nächsten nehmen, um Gutes zu tun und (die Gemeinde) aufzubauen. Denn auch Christus hat nicht für sich selbst gelebt; in der Schrift heißt es vielmehr: Die Schmähungen derer, die dich schmähen, haben mich getroffen. Und alles, was einst geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schrift Hoffnung haben.
Der Gott der Geduld und des Trostes schenke euch die Einmütigkeit, die Christus Jesus entspricht, damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einträchtig und mit einem Munde preist. Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes.
Lesung aus dem Hl. Evangelium nach Matthäus 9, 27–35:
Als Jesus weiterging, folgten ihm zwei Blinde und schrien: Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids! Nachdem er ins Haus gegangen war, kamen die Blinden zu ihm. Er sagte zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann? Sie antworteten: Ja, Herr.
Darauf berührte er ihre Augen und sagte: Wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen.
Da wurden ihre Augen geöffnet. Jesus aber befahl ihnen: Nehmt euch in Acht! Niemand darf es erfahren. Doch sie gingen weg und erzählten von ihm in der ganzen Gegend.
Als sie gegangen waren, brachte man zu Jesus einen Stummen, der von einem Dämon besessen war. Er trieb den Dämon aus, und der Stumme konnte reden. Alle Leute staunten und sagten: So etwas ist in Israel noch nie geschehen. Die Pharisäer aber sagten: Mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden.

Am heutigen 7. Sonntag nach Pfingsten feiern wir die Gottesdienste unter Verwendung des 6. Kirchentons.
Troparion:
Die Engelmächte erschienen an Deinem Grab * und die Wächter waren wie vom Tode getroffen * und Maria stand im Grabe, suchte Deinen makellosen Leib. * Die Hölle nahmst Du gefangen, sie übermochte Dich nicht, * begegnetest der Jungfrau, Lebenspender. ** Auferstanden von den Toten, Herr, Ehre sei Dir.
Ypakoi:
Nachdem Du, o Christe, durch Deinen freiwilligen und lebenspendenden Tod * die Pforten der Hölle zertrümmert, * hast Du als Gott, uns das alte Paradies wieder geöffnet * und erstanden von den Toten, ** hast Du unser Leben der Verwesung entrissen.
Kondakion:
Als Christus, unser Gott und Lebenspender, * mit Seiner lebenschaffenden Hand* die Toten in der Tiefe auferweckte, * da hat Er die Auferstehung dem ganzen Menschen- geschlecht geschenkt; * fürwahr, Er ist der Erlöser aller, * Er ist die Auferstehung ** und das Leben und der Gott des Alls.