Texte am 6. Ostersonntag, Sonntag des Blindgeborenen

4. Juni 2021

Fresco Heilung des Blindgeborenen

Der Blindgeborene sagte in seinem Sinne: Ward ich blind ob der Sünde der Eltern? Wurde ich ob des Unglaubens der Völker geboren zum Zeugnis? Nicht bin ich imstande, zu erforschen, wann ist Nacht, wann ist Tag. Nicht sind stark meine Füße, wenn auf Steine sie stoßen. Denn nicht sah ich die strahlende Sonne, noch auch im Bild den, der mich schuf. Doch zu dir flehe ich, Christus, o Gott: Schau zu mir her und erbarme dich meiner.

Als Jesus aus dem Tempel vorüberkam, fand er einen Menschen, der von Geburt blind war. Und er erbarmte sich, legte einen Teig auf seine Augen und sagte zu ihm: Auf, wasche in Siloah dich. Und nachdem er gewaschen sich, wurde er sehend, Preis empor sendend Gott. Seine Nachbarn aber sagten zu ihm: Wer hat deine Augen geöffnet, die keiner derer, die sehen, zu heilen vermochte? Doch er ruft und spricht: Ein Mensch, der Jesus genannt wird, jener sagte zu mir: Wasche in Siloah dich, und ich ward sehend. Er ist jener in Wahrheit, den Moses im Gesetze' Christus, den Messias, genannt hat. Er ist unsrer Seelen Erretter.

Herr, als du des Weges vorbeizogst, fandest du einen Menschen, der von Geburt blind war. Und es gerieten in Staunen die Jünger und fragten dich, sagten: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er als Blinder wurde geboren? Du aber, mein Heiland, riefst ihnen zu: Weder er hat gesündigt, noch seine Eltern. Nein, offenbar werden sollten Gottes Werke an ihm. Denn ich muß wirken die Werke dessen, der mich gesandt hat, die niemand zu wirken vermag. Und als er dieses gesagt, spie er zu Boden und machte einen Teig, mit dem er seine Augen bestrich, und sagte zu ihm: Auf, wasche im Teiche Siloa dich. Der aber wusch sich und wurde gesund und rief dir zu: Ich glaube, o Herr. Und er fiel nieder vor dir. Drum rufen auch wir: Erbarme dich unser.

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