
Der Asket Zoilos trat eines Tages aus seinem Kellion, um in der Nähe der Stadt Theben, wo er wohnte, einen Spaziergang zu machen. Er beschloss, auf einen Berg zu steigen, denn er liebte es, sich am Anblick schöner Landschaften zu erfreuen, die sich von den Höhen aus erschlossen. Unentwegt dankte er Gott dafür, dass Er den Menschen eine solch wunderbare Natur schenkte. Der Mönch las noch ein Gebet auf der Bergspitze und kehrte dann in sein Kellion zurück.
Auf dem Rückweg traf er einen Mitbruder, der sprach zu ihm: “Vater, in der Nachbarstadt sterben wir wegen der Trockenheit, leiden unter einer Dürre. Die ganze Ernte vertrocknet, die Menschen verdursten. Welch ein Unglück! Was sollen wir tun! Hilf uns mit deinem Rat!”
Vater Zoilos antwortete ihm: “Betet ihr zu Gott? Bittet ihr Ihn um Hilfe?”
“Oh! Und wie wir beten und bitten. Aber es fällt kein Regen!”
“Dann tut ihr es ohne Eifer oder legt nicht wahren Glauben in eure Worte. Gott hilft stets dem, der in Not ist, umso mehr in einer solchen Katastrophe. Wenn du willst, zeige ich dir, dass dies tatsächlich so ist.” Die Hände zum Himmel erhoben, begann Zoilos voller Liebe ein Gebet zu sprechen. In diesem Augenblick ergossen sich Ströme von Regen über die Stadt, die von der Dürre heimgesucht worden war.

Als der Bruder das sah, erschrak er zutiefst und dankte dem Altvater Zoilos von Herzen für das, was er aus Barmherzigkeit getan hat.
Der Starez kehrte in sein Kellion zurück. Der Bruder erzählte heimgekehrt in seine Stadt, alles was vorgefallen war- Alle, die es hörten, priesen Gott und Altvater Zoilos.
Gott schenkt uns allen Sonne und Regen, jedem das, was er benötigt. Wenn wir etwas bei Gott erbitten, zu Ihm inbrünstig beten, dann sollte man dies mit großem Eifer tun, seine ganze Seele in die Gebetsworte legen und daran glauben, dass wir durch Gottes Erbarmen das erlangen werden, worum wir mit Ausdauer und aus ganzem Herzen bitten.