
Eines Tages wollte der Asket Makarios einen Bruder besuchen, der weit entfernt von ihm wohnte. Makarios ermüdete auf seinem Weg zu ihm und beschloss, in einer Höhle am Wegesrand zu übernachten.
Die Höhle diente den Heiden als Begräbnisstätte und so befanden sich dort die Überreste vieler Verstorbener, die in dieser Höhle ihre heidnischen Gottheiten angebetet hatten.
Eine andere Möglichkeit, sich in der Nacht auszuruhen, fand der Mönch nicht, denn rundherum war nur endlose Wüste.
Makarios bekreuzigte sich vor dem Eingang der Höhle, begann zu beten und trat ein. In der Dunkelheit bemerkte er die Skelette der Heiden. Doch Makarios hatte keine Angst vor ihnen, denn der Glaube an den wahren Gott wohnte in ihm. Auf diese Weise war er geschützt. Er legte sich also nieder und schlief ein.

Die Dämonen, die sich in der Höhle befanden, erblickten den Mut von Makarios und beneideten ihn. Doch sie beschlossen, ihn zu erschrecken und auf alle erdenkliche Art zu peinigen. Der Mönch betete jedoch ununterbrochen. Schließlich konnten die Dämonen der Kraft des Gebetes nicht mehr widerstehen und schrien laut: “Du hast uns besiegt!”. Voller Scham flohen sie aus der Höhle. Makarios jedoch pries Gott und betete dankbaren Herzens.
Seht ihr, wie die Demut vor dem wahren Gott, der Glaube an Ihn und natürlich das Gebet die Angst nimmt, die die unreinen Kräfte versuchen, in unsere Herzen zu schütten.
Demut, Glaube und Gebet schützen uns vor den Kräften des Bösen und helfen uns immer und überall mit Gott zu sein.