Vierter Fastensonntag 2026

22 März 2026

4. Fastensonntag

Tageslesungen

Lesung aus dem Brief des Hl. Apostels Paulus an die Hebräer 6, 13-20:

Als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er bei sich selbst, da er bei keinem Höheren schwören konnte, und sprach: Fürwahr, ich will dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen überaus zahlreich machen. So erlangte Abraham durch seine Ausdauer das Verheißene.

Menschen nämlich schwören bei dem Höheren; der Eid dient ihnen zur Bekräftigung und schließt jeden weiteren Einwand aus; deshalb hat Gott, weil er den Erben der Verheißung ausdrücklich zeigen wollte, wie unabänderlich sein Entschluss ist, sich mit einem Eid verbürgt.

So sollten wir durch zwei unwiderrufliche Taten, bei denen Gott unmöglich täuschen konnte, einen kräftigen Ansporn haben, wir, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die dargebotene Hoffnung zu ergreifen. In ihr haben wir einen sicheren und festen Anker der Seele, der hineinreicht in das Innere hinter dem Vorhang; dorthin ist Jesus für uns als unser Vorläufer hineingegangen, er, der nach der Ordnung Melchisedeks Hoherpriester ist auf ewig.

Aus dem hl. Evangelium nach Markus 9, 17-31:

Einer aus der Menge antwortete ihm: Meister, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht. Er ist von einem stummen Geist besessen; immer wenn der Geist ihn überfällt, wirft er ihn zu Boden und meinem Sohn tritt Schaum vor den Mund, er knirscht mit den Zähnen und wird starr. Ich habe schon deine Jünger gebeten, den Geist auszutreiben, aber sie hatten nicht die Kraft dazu.

Da sagte er zu ihnen: O du ungläubige Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn zu mir!

Und man führte ihn herbei. Sobald der Geist Jesus sah, zerrte er den Jungen hin und her, sodass er hinfiel und sich mit Schaum vor dem Mund auf dem Boden wälzte.

Jesus fragte den Vater: Wie lange hat er das schon? Der Vater antwortete: Von Kind auf; oft hat er ihn sogar ins Feuer oder ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen. Doch wenn du kannst, hilf uns; hab Mitleid mit uns! Jesus sagte zu ihm: Wenn du kannst? Alles kann, wer glaubt. Da rief der Vater des Jungen: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Als Jesus sah, dass die Leute zusammenliefen, drohte er dem unreinen Geist und sagte: Ich befehle dir, du stummer und tauber Geist: Verlass ihn und kehr nicht mehr in ihn zurück!

Da zerrte der Geist den Jungen hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Der Junge lag da wie tot, so dass alle Leute sagten: Er ist gestorben.

Jesus aber fasste ihn an der Hand und richtete ihn auf, und der Junge erhob sich. Als Jesus nach Hause kam und sie allein waren, fragten ihn seine Jünger: Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben? Er antwortete ihnen: Diese Art kann nur durch Gebet ausgetrieben werden.

Sie gingen von dort weg und zogen durch Galiläa. Er wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr; denn er wollte seine Jünger über etwas belehren. Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen.

Am 4. Fastensonntag singen wir den Dienst unseres ehrwürdigen Vaters Johannes, Verfassers der Leiter.

Troparion, 1. Ton:

Als Bürger der Wüste und Engel im Leibe * bist du zum Wundertäter geworden, gotttragender Vater Johannes. * Durch Fasten, Wachen und Beten * empfingest du himmlische Gaben; * die Kranken und die Seelen, die voll Glauben zu dir kamen hast du geheilt, * Ehre sei dem der dir Kraft gab. * Ehre dem, der dich krönte. ** Ehre dem, der durch dich allen Heilung bewirkt.

2. Troparion, 4. Ton:

Als Göttliche Leiter * haben wir, ehrwürdiger Johannes, * deine uns zum Himmel führenden * Göttlichen Tugenden gefunden, * da selber Du zum Abbild aller Tugenden geworden; * so bitte Christus, unsern Gott, ** dass Er unsere Seelen errette.

Kondakion, 4. Ton. Nach: Erschienen bist du:

Ans Firmament wahrer Enthaltsamkeit * setzte dich der Herr * als einen Stern, der niemals in die Irre führt, * sondern durch sein Licht * alle Enden der Erde geleitet; * Wegweiser Johannes, ** du unser Vater.

Hll. Martyrer von Sebaste

Außerdem feiern wir heute in der Kirche das Fest der Hll. Martyrer von Sebaste, die im See umkamen.

Troparion, 3. Ton:

Ihr vierzig Leidendulder Christi * die ihr tapfer gekämpft in der Stadt Sebaste * durch Feuer und Wasser mutig geschritten * und in die Ewige Ruhe eingegangen seid: * bittet für uns beim Herrn * auf dass Er in Seiner Menschenliebe * unser Leben in Frieden bewahre ** und unsere Seelen rette.

Kondakion, 6. Ton, nach: Nachdem du das Heilswerk:

Nachdem ihr das weltliche Heer verlassen * habt ihr euch im Himmel * dem Gebieter angeschlossen * vierzig Leidenskämpfer ihr des Herrn! * Denn durch Feuer und durch Wasser * o Selige geschritten * habt ihr vom Himmel jene Herrlichkeit, die euch geziemte ** und jeder seine Krone empfangen.

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