
Jesus Christus ist auferstanden! Er starb am Kreuz, doch der Tod konnte ihn nicht im Grab halten. Zuerst stieg er hinab in die Hölle und führte alle Gerechten heraus. Dann besuchte Jesus Christus vierzig Tage lang seine Jünger, sprach mit ihnen und lehrte sie. Nicht alle erkannten ihn sofort: Er war anders als zuvor. Aber er war es wirklich – der Herr Jesus Christus. Als der Apostel Thomas sich davon überzeugen wollte, erlaubte ihm der Erlöser, seine Wunden zu berühren, und aß und trank mit allen.
Christus erschien auch Lukas und Kleopas auf dem Weg nach Emmaus. Petrus erschien der Erlöser mehrmals. Bei einer dieser Erscheinungen fragte der Herr Petrus dreimal, ob er ihn liebe, und dreimal bejahte Petrus. Daraufhin sagte Christus zu Petrus als Zeichen der vollkommenen Vergebung für dessen dreifache Verleugnung: „Weide meine Schafe!“, und stellte so dessen apostolische Würde wieder her. Erinnern wir uns an das Gleichnis des Erlösers vom verlorenen Schaf, das eine Seele symbolisiert, die Glauben und Hoffnung verloren hat. Und nun spricht Christus zu Petrus nicht über die Arbeit eines Hirten, sondern über das ihm anvertraute Sorgerecht für die Gläubigen.
Eines Tages, während sie fischten, erschien der Erlöser Andreas und den anderen Jüngern. Er befahl ihnen, ihre Netze rechts vom Boot auszuwerfen. Die Netze füllten sich so voll mit Fischen, dass sie zu reißen begannen – ein beispielloser Fang! Dann aß er mit ihnen, und die Apostel erkannten den auferstandenen Erlöser, als er das Brot brach.
Christus erschien gewiss seiner Allreinsten Mutter, obwohl die Evangelisten dies nicht erwähnen.
Die Auferstehung Christi ist das wichtigste christliche Fest. Wir gedenken der Auferstehung des Herrn Jesus Christus; wir wissen, dass Gott stärker ist als der Tod, dass es für uns alle Leben nach dem Tod gibt und dass uns der Weg zum Himmel und zu Gott offensteht.
Vierzig Tage später bestieg der Erlöser mit den Aposteln und seiner Mutter den Ölberg. Als sie den Gipfel erreichten, begann der Herr, sich von den Aposteln zu verabschieden und gebot ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, bis der Heilige Geist auf sie herabgekommen sei. „Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber“, hatte der Erlöser zu ihnen gesagt, „werdet in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden.“
Dann begann er, sie zu segnen und fuhr zugleich gen Himmel auf. Die Apostel standen da und sahen Christus von ihnen scheiden. Es fiel ihnen schwer, von ihrem geliebten Lehrer Abschied zu nehmen.
Da erschienen zwei Engel Gottes vor den Aposteln. Sie sprachen: „Was steht ihr da und schaut gen Himmel? So wie der Herr jetzt von euch auffährt, wird er wiederkommen auf die Erde, zu richten die Lebenden und die Toten.“
An diesem Tag – dem vierzigsten Tag nach Ostern – feiert die Kirche Christi Himmelfahrt.